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Der 2. Föhr Marathon 2013

[Yacine] Der Hauptakteur dieser Veranstaltung hieß Wind: Ostwind!

Vor ungefähr zwei Monaten trafen meine Frau und ich die Entscheidung, ein verlängertes Frühlingswochenende mit dem Wohnmobil auf Föhr zu verbringen. Und so wie der Zufall will, ist an dem Wochenende auch der 2. Föhr Marathon (!?), den man natürlich nicht passiv als Zuschauer einfach miterleben darf - und schon war ich angemeldet! Wie das Schicksal will, hat der Frühling dieses Jahr spontan das Kommen abgesagt und dafür der Winter seine beste Mannschaft zur Vertretung geschickt.

Bei dem Wetter zu campen, ist keine große Erholung und somit hatten wir am Freitag die Entscheidung getroffen, erst am Marathontag hinzufahren, denn es fährt ja laut Veranstalter eine Sonderfähre um 6:30 h aus Dagebüll nach Föhr. Dann ist man um 7:30 h in Wyk und von da aus gibt es Transferbusse des Veranstalters zum 6 Kilometer entfernten Austragungsort Midlum.

Ab jetzt hatte nur noch unser Hauptakteur die Fäden in der Hand. Am Samstag um 15:30 h kam eine Mail vom Veranstalter mit dem Betreff:

"!!! W.D.R storniert Sonntagsfaehre !!! Die W.D.R hat uns soeben informiert, dass aufgrund des Niedrigwassers in Verbindung mit dem Ostwind die Rüm Hart NICHT um 6.30 Uhr ab Dagebüll auslaufen kann. Wer kann, sollte möglichst versuchen, noch heute auf die Insel zu kommen. Angesichts des auch heute schon eingeschränkten Fahrplans leider nicht ganz einfach."

Dann ging die Hektik los: Den Lauf einfach vergessen und zu Hause bleiben? Oder versuchen zu retten was zu retten ist? Anreise, Fähre, Unterkunft ... Die erste Option war schnell vom Tisch und somit bin ich dann leider nur allein um 19:00 h mit dem PKW auf Abenteuerfahrt gestartet und versuchte, die letzte Personenfähre um 22:00 h aus Dagebüll zu schaffen. Das ist mir mit viel Glück auch gelungen; ich war gegen 23:00 h auf Wyk. Meine Versuche, für die Stunden vor dem Lauf kurzfristig eine Unterkunft zu bekommen, waren vergeblich: "Alles ausgebucht, Osterferien, Marathon."

Na, dann entschied ich mich, die 6 Kilometer Richtung nach Midlum im gemütlichen Gang bei frischem Wind und fast frühlingshaften Temperaturen zu bewältigen und dabei Ausschau nach Pensionen oder ähnlichem zu halten.

Mittlerweile war es schon 1:00 h nachts und ich bin bei der Turnhalle angekommen. Meine Hoffnung, den Veranstalter oder andere zu treffen ist nicht aufgegangen. Der einzige Begleiter, der mir über die gesamte Zeit die Treue hielt, war der eisige Wind. Mit ihm habe ich gemütlich und auch konsequent Schritt im Marsch die Nacht vor der Halle bis 6:00 h morgens verbracht. Dann kamen Gott sei Dank auch Sabine und Michael, die Veranstalter, die sich sofort um mich kümmerten: ab da war ich das Gesprächsthema Nummer 1 bei den netten Helfern, die mir keinen Wunsch offen ließen. Eine familiäre Stimmung, ich bekam Frühstück serviert und ... Ja, das Ganze hat auch Positives, dadurch habe ich viele liebe nette Menschen kennengelernt.

Und auf das Laufen zurückzukommen: Der Marathonstart ist in der Nähe der Turnhalle und verläuft nach Wyk auf der Strandpromenade. Vorbildlich ist die gesamte Organisation, die Streckenverpflegung, einfach alles. Einzig Negatives: Der treue, eisige Ostwind auf den 7 Kilometern am Deich entlang, gegen den wir Marathonis dieses Mal zweimal kämpfen mussten.

Fazit: Ich bin glücklich, den Lauf gesund wieder überstanden zu haben, und werde nächstes Jahr gern wieder mit dabei sein.

Die Fakten

  • 2. Föhr Marathon
  • Start am 24.03.2013
  • 42,195 Kilometer
  • 65 Finisher (59 M und 6 F)
  • Zeit der ersten Frau: 03:49:18
  • Zeit des ersten Mannes: 02:51:01
  • Weitere Informationen auf der Seite des [Veranstalters]

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